Schneller als gedacht

Neue Produktionsstätte von Wanfried-druck Kalden schon nach elf Monaten fertiggestellt


Quelle: Werra-Rundschau / 2007-10-06

Wanfried. Ursprünglich, so lauteten die Planungen, als der Ausbau von Wanfried-Druck Kalden beschlossen wurde, sollte das Werk in Wanfried in zwei Bauphasen innerhalb von fünf Jahren erweitert werden. Tatsache ist jetzt aber, dass die neue Produktionshalle in nur elf Monaten hochgezogen wurde. Vor einem Jahr rollten die Bagger an, vor wenigen Wochen wurde die Produktion in den neuen Räumen aufgenommen. Ein Umstand, der nicht nur Geschäftsführer Wolf-Arthur Kalden stolz macht, sondern auch Dr. Friedrich Carl Wachs, den Senior-Vize-Präsidenten von Arques, der Gruppe, der Wanfried-Druck angehört, zufrieden lächeln lässt. Nächstes Jahr laufe alles perfekt.
Arques setzt auf Wanfried
Zur Einweihung war auch Hessens Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel gekommen. Er drückte symbolisch den Startknopf für die neue Hochleistungsdruckmaschine, die in der neuen Halle untergebracht ist. Rhiels Arbeit konnte sich sehen lassen. Er produzierte einen Nachdruck eines Ölbildes, das Kalden von dem Bollstedter Künstler Siegfried Böhning hat anfertigen lassen. Es zeigt das Rathaus aus einem neuen Blickwinkel. Die Plakate sind ein Geschenk an die Stadt Wanfried zur 400-Jahr-Feier der Stadtrechte im kommenden Jahr.
Wolf-Arthur Kalden hatte vielen Leuten zu danken an diesem Tag und er vergaß keinen. Sogar bei seiner Mutter entschuldigte er sich, dass für die neue Halle ihre Obstbäume weichen mussten. Mit dem Argument, so 180 Arbeitsplätze zu erhalten, hatte er sie sofort auf seiner Seite. Kaldens Hauptdank galt allerdings der Arques und insbesondere ihrem Chef Dr. Wachs. „Er hat den Standort Wanfried neu entdeckt und den Mut gehabt, auf uns als zukünftigen Brückenkopf zu setzen“, sagte Kalden. Wachs indes ist begeistert von der Arbeit, die in dem Werk in Wanfried geleistet wird. „Wir wollen Wanfried groß machen“, sagte er. Und weiter: „Ich habe Respekt vor der Flexibilität der Mitarbeiter.“
Die mussten die Angestellten von Wanfried-Druck des öfteren im vergangenen Jahr beweisen. Denn der Neubau und die Umstrukturierung liefen bei voller Produktion. Und auch in Zukunft wird auf die Anpassungsfähigkeit der Mitarbeiter gesetzt. Mit Ver.di wurde vereinbart, die Arbeitszeit von derzeit 35 auf jetzt 37,5 Stunden hochzusetzen. Den Angestellten scheint das wenig auszumachen. „Das Geld kommt pünktlich und das Gehalt ist im kreisweiten Vergleich auch nicht zu knapp“, sagte einer der Mitarbeiter.
Hintergrund: 180 Mitarbeiter erwirtschaften einen Umsatz von 28,8 Millionen Euro
Wanfried-Druck Kalden beschäftigt 180 Mitarbeiter. Darunter befinden sich 16 Auszubildende und acht Teilzeitkräfte. Sie alle erwirtschaften einen Jahresumsatz von 28,8 Millionen Euro. Das Unternehmen hat Anrecht auf 32 Schutzrechte. Darunter befinden sich elf Europapatente und 5 deutsche Patente. Durch den Umbau wurde die Produktionsfläche für Druck und Weiterverarbeitung von 4 300 auf 5 500 Quadratmeter erweitert. Insgesamt wird jetzt auf 11 000 Quadratmetern produziert. Das neue Gebäude hat 3,5 Millionen Euro gekostet. Heimische Firmen haben an dem Bau mitverdient. So war die Baufirma Laudemann aus Sontra Generalunternehmer und Grüning aus Eschwege hat die Elektrik installiert. Die neue Roland 707 Doppellack Druckmaschine druckt nach neuester Technik im Sieben-Farben-System. Sie ist 21,5 Meter lang und produziert 17 000 Bogen pro Stunde. Die Kosten für diese moderne Anlage betragen 2,7 Millionen Euro.(Samstag, 6. Oktober 2007)

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