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Holz heizt Schülern ein
Werra-Meißner-Kreis weiht seine erste Feuerungsanlage für Hackschnitzel ein.
Quelle: HNA Witzenhausen / 2008-01-26
WITZENHAUSEN. Die Beruflichen Schulen und die Johannisbergschule in Witzenhausen werden jetzt mit Holzhackschnitzeln geheizt. Gestern wurde die Anlage, die in den Hang zwischen den Schulen gebaut wurde, eingeweiht.
Es ist das erste derartige Projekt des Kreises, seit es die Bioregion Holz Meißner-Kauf- unger Wald gibt. 600 000 Euro kostete die Anlage nach Angaben des Ersten Kreisbeigeord
neten, von denen das Land ein Drittel übernahm. Verfeuert wird im Jahr Material im Wert
von 70 000 Euro - und dieses Geld bleibe im weiteren Sinne in der Region, da es sich nicht lohne, Holzhackschnitzel über weite Entfernungen zu transportieren.
Der Werra-Meißner-Kreis ist, so Thiele, für solche Anlagen prädestiniert, weil es hier relativ wenig Menschen auf großer Fläche und damit viel Wald gibt, aus dem die Hack-schitzel kommen. So war natürlich mit Holger Pflüger-Grone auch ein Vertreter von Hessen-Forst da. Das Land ist der größte Waldbesitzer im Kreis, dahinter liegt Bad Sooden-Allendorf.
Auch in der Badestadt denkt der Kreis über eine Holzfeuerung fürs Schulzentrum nach, so Thiele. Man sei auch wegen der Werrataltherme im Gespräch. Und auch in Eschwege sollen zwei Schulen mit Holz geheizt werden.
Diplom-Wirtschaftsingenieur Christian Seeger zeigte die Anlage und den Bunker, der 150 Kubikmeter Hackschnitzel fasst. Die reichen je nach Wärmebedarf für ein bis drei Wochen. Auf dem Bunker gibt es eine bewegliche Abdeckung. Die ist so konstruiert, dass das Brennmaterial wirklich in den Vorratsbereich fällt.
Seeger wies auch darauf hin, dass es sich bei dem weißen Rauch aus dem Schornstein um Wasserdampf handele. Die Feinstaub-Grenzwerte würden mit der Anlage um die Hälfte unterschritten. Außerdem sei der Feinstaub aus der Holzverbrennung, ganz im Gegensatz zu Reifen- oder Bremsenabrieb von Autos, nicht giftig.
Von Vorteil sei bei der Holzverbrennung, dass die Investitionskosten zwar hoch, die Brennstoffkosten aber niedriger seien als bei Gas- oder Ölfeuerungen. Das führe dazu, dass sich die zu erwartenden Preissteigerungen für Brennstoffe bei solchen Anlagen wesentlich geringer auf die Gesamtkosten durchschlügen, (stk)
Auf dem Brennmaterial: Christian Seeger (vorn links) vom „Ingenieurbüro der Energie-Effizienz“ (Idee-Seeger) steht auf den Holzhackschnitzeln, die im Bunker darauf warten, verbrannt zu werden. Er erläuterte den Gästen der Einweihung der Holzhackschnitzelfeuerungsanlage in Witzenhausen gestern die Arbeitsweise der neuen Heizung für die Schulen. Foto: Strotkötter
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